Das Brunnenweible - Historisches Wahrzeichen Waibstadt

Die Symbolfigur der Stadt, das Brunnenweible, wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Am 2. September 1951, anlässlich der Wiederverleihung der Stadtrechte, fand eine künstlerisch gelungene Neugestaltung des Brunnenweibles wieder den gebührenden Platz auf einem Brunnensockel vor dem Rathaus. Inmitten einer geschmackvoll gestalteten Brunnenanlage thront es auch heute noch auf dem Marktplatz, immer wieder bewundert von Fremden und Einheimischen.

Die Geschichte von den Ruhmestaten des Brunnenweibles dürfte in den harten kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Konrad III. von Schwaben und Heinrich dem Stolzen im Streit um die Kaiserwürde entstanden sein. Am 4. Dezember 1137 verstarb auf der Rückkehr von Italien in Breitenwang in Tirol Kaiser Lothar von Lupplinburg. Sterbend übergab er die Reichsinsignien seinem Schwiegersohn. Heinrich von Bayern, jedoch versagten die deutschen Fürsten ihm bei der Kaiserwahl die Zustimmung. An seiner Stelle wählten die Fürsten Herzog Konrad von Schwaben zum Kaiser. In den folgenden kriegerischen Auseinandersetzungen kam es zum Bürgerkrieg in den süddeutschen Landen, wobei die Kämpfe bis ins Neckarvorland getragen wurden.

Von seinen Feinden bedroht, flüchtete der Kaiser (ob Heinrich oder Konrad ist nicht bekannt) des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation in die Stadt Waibstadt, die damals noch den Namen Cornelia trug. Kaum hatte er das Stadttor passiert, und den Marktplatz erreicht, nahten seine Verfolger. Er verbarg sich hinter dem Waschgerät einer Frau, die am Marktplatz ihre Wäsche wusch. Auf die Frage der Verfolger, ob sie den Kaiser gesehen habe, deutete sie in eine Richtung und rettete so dem Kaiser das Leben. Zum Dank für diese mutige Tat ließ der Kaiser seine Retterin ein Denkmal, das „Brunnenweible“ errichten.

freier Eintritt
frei zugänglich / immer geöffnet

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