Schreiner- und Heimatmuseum Eschelbronn

Das Museum ist individuell an bestimmten Sonntagen geöffnet.
(Öffnungszeiten sind aus dem Jahresterminkalender der Gemeinde ersichtlich)
Kerwesonntag (zweites Septemberwochenende)
Führungen jederzeit nach Anmeldung möglich.

Die Idee, in Eschelbronn ein Heimatmuseum zu errichten, ist fast schon so alt wie der Heimat- und Verkehrsverein selbst.

In den Jahren nach 1956, damals wurde gerade die erste Ortschronik „Eschelbronn - Deine Heimat" herausgegeben, reifte der Gedanke.

Vorbilder waren damals das in Epfenbach von Helmut Förster gegründete Museum und das Heimatmuseum in Lobenfeld, das von Heinrich Neudeck geschaffen wurde.

Die inhaltlichen Schwerpunkte des Museums liegen beim Schreinerhandwerk, aber auch andere Gewerke, die mit dem Schreiner der früheren Zeit eng verbunden waren, finden ihre Darstellung wie z.B. das Schlosserhandwerk, der Maler, Drechsler, Sattler, Schuster, Schneider, Buchdrucker, Wagner, Küfer oder der Zimmermann.

Im Keller der alten Pausenhalle hat der Heimat- und Verkehrsverein eine historische Schmiede eingerichtet mit Süddeutschlands größter Hammersammlung. Rund 500 Hämmer kann man dort besichtigen.

Mit der Abteilung Holztechnik der Sinsheimer Friedrich-Hecker-Schule gelang im Lauf der Zeit eine erfolgreiche Kooperation. So konnten Jahr für Jahr Auszubildende im Schreiner- und Elektrohandwerk während ihrer Lehrzeit für verschiedene Projekte zur Erhaltung und Bewahrung von Kulturgut begeistert werden. Mit freiwilligen Arbeitsstunden brachten sie sich in die Museumsarbeit massgeblich mit ein.

Auch bei vielen Handwerksbetrieben stiess man immer auf eine gute Resonanz. So entstand aus einer anfänglichen Idee ein bis heute andauerndes erfolgreiches Modell, das im Umkreis seinesgleichen sucht: die Kooperation Schule, Betrieb und Verein.

Als ein Meilenstein in der Geschichte des noch wachsenden Museums sollte sich im Herbst 2010 die Bewerbung im Wettbewerb „Vorbildliches Museum" des Arbeitskreises Heimatpflege des Regierungspräsidiums Karlsruhe erweisen.

Dabei erhielt das Museum mit seinen Initiatoren einen mit 1500,- € dotierten Förderpreis, der ausdrücklich der Fortsetzung der museumspädagogischen Aktivitäten galt, die in den Augen der Wertungsjury unter der Leitung von Dr. Wolfram Metzger aus Stutensee wegweisend seien. Gewürdigt wurden damit die Initiatoren vom Heimat- und Verkehrsverein mit ihren Bemühungen, im alten Schulhaus Geschichte und Funktion der Möbelherstellung aufzuzeigen, die das Dorf im Laufe der Jahre derart geprägt hat.

Der Förderpreis wurde im Frühjahr 2011 von Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner anlässlich der Heimattage im badischen Bühl an eine Eschelbronner Delegation übergeben.

An diesem Wettbewerb, der alle vier Jahre für nichtstaatliche Museen mit besonderem ehrenamtlichem Engagement ausgerichtet wird, haben insgesamt 29 Museen aus dem Regierungsbezirk Karlsruhe teilgenommen und das Eschelbronner Museum war dabei der einzige Preisträger aus dem Rhein-Neckar-Kreis.

Ebenfalls im Frühjahr 2011 begann eine erfolgreiche Kooperation mit den benachbarten Heimatfreunden aus Neidenstein, Epfenbach und Meckesheim.

Höhepunkt dieser Kooperation ist die Präsentation der Museen mit ihren unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten auf dem Mannheimer Mai-Markt 2012.

Das Museum ist grundsätzlich an den Kerwewochenenden geöffnet.

Darüber hinaus gehende Öffnungen werden in der Tagespresse veröffentlicht.

Bei Interesse können Führungen mit Gruppen im Museum jederzeit beim Vorsitzenden des Heimat- und Verkehrsvereins Rainer Heilmann (Tel. 06226-970016) oder bei Hans-Peter Miesel (Tel. 06226-40389) erfragt werden.

Karte

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